Mein Schiff Sommer 202223

Kreuzfahrt bis zum Nordkap in 13 Tagen

Der Zauber der Fjorde - Kreuzfahrten in Norwegen

Norwegens Fjorde - endlose Weite, raue Natur und ein Zauber, wie man ihn nur dort erleben kann. Sie gelten zu Recht als eines der schönsten Kreuzfahrtziele der Welt. Neben der atemberaubenden Landschaft erwarten die Besucher eine bodenständige Kultur, die tief in ihrer Geschichte verwurzelt ist und herzliche, lebensfreudige Menschen, die an einigen der unwirtlichsten Orte der Welt zu Hause sind.

Auf geht's!


Ausgangspunkt einer Kreuzfahrt nach Norwegen sind in der Regel Häfen wie Kiel, Warnemünde oder Hamburg, von wo aus es zumeist Richtung Oslo losgeht. Die norwegische Hauptstadt lädt zu einem Stadtbummel ein, bevor die karge, wildromantische nordische Landschaft ihre Gäste vor allem mit einem Gefühl von Ruhe und Abgeschiedenheit begrüßt. Viele Kreuzfahrten beginnen auch erst in Bergen. Das malerische Städtchen ist Ausgangspunkt für die Touren der legendären Hurtigruten-Linie. Das Hanseviertel Bryggen, was einst vorwiegend von deutschen Kaufleuten bewohnt wurde, gehört seit 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe; seine bunten Holzhäuser bilden das Wahrzeichen der Stadt. Von Bergen aus führt die Reise zunächst Richtung Molde und Trondheim, wo der Nidaros-Dom sowie die beschauliche Altstadt die Besucher in ihren Bann zieht. Auf dem Weg dorthin begegnet den Reisenden bereits das erste Naturspektakel - der Geirangerfjord, einer der bekanntesten und schönsten Fjorde in Norwegen.


Wilde Schönheit - der Geirangerfjord


Unweit der Stadt Ålesund schlängelt sich der etwa 15 Kilometer lange Meeresarm vorbei an steilen Felswänden, die hinauf zu herrlich grünen Bergen führen. Der Geirangerfjord ist die Heimat zahlreicher Pflanzenarten, die wiederum den Lebensraum für viele Tiere bilden. Mit etwas Glück lassen sich Bergrentiere oder Elche erspähen, auch unzählige Vogelarten sind hier heimisch. Neben der faszinierenden Flora und Fauna verzaubert die Landschaft ihre Gäste mit vielen spektakulären Wasserfällen. Etliche davon säumen die Strecke, die bekanntesten sind die sieben Schwestern. Sieben Wasserfälle stürzen hier tosend direkt nebeneinander in den Fjord, der höchste von ihnen ganze 300 Meter tief. Wer in die atemberaubende Natur des Geirangerfords eintauchen möchte, sollte die Reise im Sommer unternehmen, denn im Winter ist der Fjord für Schiffe aufgrund der Lawinengefahr nicht zugänglich. Wer sich in den warmen Monaten auf eine Kreuzfahrt in Richtung des Polarkreises begibt, erlebt zudem die Magie der Mitternachtssonne.



Die Lichter Norwegens


Die skandinavische Natur ist etwas ganz Besonderes, nicht nur die Fjorde verzaubern durch ihre raue, mystische Schönheit, auch unfassbar schöne Lichtspektakel lassen sich hier erleben. In den Sommermonaten ist das die Mitternachtssonne. Je weiter sich das Schiff dem Polarkreis nähert, desto heller scheint sie, 24 Stunden am Tag. Am Nordkap herrscht vom 13. Mai bis zum 31. Juli die Zeit des Lichts, in der die Sonne gar nicht untergeht und selbst in tiefster Nacht in nördlicher Himmelsrichtung erstrahlt. Im Winter hingegen herrscht hier endlose Dunkelheit, die jedoch den Raum für ein weiteres ungewöhnliches Naturspektakel bietet, wenn Polarlichter den Nachthimmel in unwirklichen Farben erstrahlen lassen. Sie entstehen, wenn Sonnenwinde energiegeladene Teilchen auf die Erdatmosphäre treffen lassen. Dies ist besonders gut und besonders häufig in der unmittelbaren Nähe der Erdpole zu bewundern, vor allem in den endlos langen Nächten des Winterhalbjahres. Auf einer Kreuzfahrt lässt sie die Beobachtung dieses wundersamen Schauspiels in den kalten Nächten mit Komfort und Luxus verbinden, und bietet ein unvergessliches Erlebnis.

 

 

 



Am Ende der Welt

Während das Schiff gemächlich an den schroffen Felsen der wildromantischen Küste vorbeizieht und in die sagenumwobene Welt der Fjorde eintaucht, lädt die Weite der Landschaft ein, den Blick schweifen zu lassen. Schneebedeckte Berge in der Ferne oder die Unendlichkeit des Meeres, die norwegische Natur lässt die Seele zu Ruhe kommen und öffnet den Geist für Träume. Je weiter sich das Schiff dem Norden nähert, umso greifbarer wird die Ruhe, fast so als wäre man in eine fremde Welt gereist. Die Zeit scheint stiller zu stehen als anderswo, bisweilen mag man sogar denken, dass sie gar nicht mehr existiert, wenn am Nordkap über Wochen hinweg die Sonne ununterbrochen am Himmel steht oder die Erde in tiefe Dunkelheit getaucht ist. Die Polarregion hat ihre eigenen Gesetze und ihren ganz besonderen Charakter. Eine Nordkap Kreuzfahrt bringt diesen auf ganz besondere Weise den Reisenden näher. Einige Kreuzfahrten führen sogar ganz weit hinauf bis nach Spitzbergen. Das gleichnamige Archipel im Nordatlantik und im Arktischen Ozean ist eine Welt für sich. Einst wurde die Insel aufgrund der dortigen Kohlevorkommen besiedelt, heute ist sie vor allem ein Forschungsstandort, insbesondere für die Polarforschung. Der Hauptort Longyearbyen, der rund 2400 Einwohner hat, die aus über 50 Nationen stammen, ist bekannt für sein pulsierendes Leben. Dort gibt es nicht nur eine Universität, sondern mit Kneipen, Restaurants und Hotels zahlreiche Orte, wo Gemeinschaft gelebt wird. Und das inmitten spektakulärer Natur. Mit etwas Glück lassen sich Wale beim Spielen in den Fjorden beobachten, während man im Restaurant sitzt, auch Rentiere oder Eisbären lassen sich in unmittelbarer Nähe antreffen.

Das nächste Abenteuer ist nie weit weg
Doch nicht nur auf Spitzbergen lassen sich ungewöhnliche Abenteuer erleben. Eine Kreuzfahrt zu unternehmen, bedeutet nicht notwendigerweise die ganze Zeit auf dem Schiff zu verbringen. An vielen Orten sind ganz besondere Ausflüge möglich, während das Schiff vor Anker liegt. Bergwanderungen beispielsweise bieten einen wunderbaren Kontrast zur Weite, die man während der Fahrt erlebt. Auf Schusters Rappen lässt sich die wildromantische Natur Norwegens aus direkter Nähe erleben und erspüren. Urige Wälder wechseln sich mit dramatischen Aussichten über die Fjordlandschaft und die umgebenden Dörfer ab. Je nach Ort lassen sich sogar steinzeitliche Felsenzeichnung, verlassene Bärenhöhlen oder auch Gletscher erkunden. Wer lieber auf dem Wasser bleibt, für den bieten sich beispielsweise Kajaktouren oder Bootsausflüge an. Doch auf dem Festland warten noch weitere Abenteuer. Hoch im Norden besteht im Winter die Möglichkeit, die endlosen, weißen Schneelandschaften der Arktis mit dem Huskyschlitten oder auf einem Schneemobil zu erkunden und gleichzeitig von Einheimischen über das Leben in dieser kargen und doch faszinierenden Landschaft zu erfahren. Die im hohen Norden heimischen Samen haben ihre ganz eigene beeindruckende Kultur, die von den Gesetzen der Natur und der Einsamkeit dieses Landes geprägt ist. Sie ist farbenfroh und ursprünglich. Der traditionelle Gesang, Joik genannt, berührt die Seele und ihre Naturverbundenheit inspiriert, besonders wenn der eigene Alltag vorwiegend in Großstädten stattfindet. Während die Samen und ihre Kultur trotz aller Herausforderungen bis in die heutige Zeit bestehen, sind die Tage der Wikinger längst vergangen. Doch noch immer lassen sich Spuren des wagemutigen Seefahrervolkes entlang der norwegischen Küste finden, wie beispielsweise im Wikingermuseum in Borg auf den Lofoten, wo man sogar einem traditionellen Wikingerritual beiwohnen kann. Norwegen und seine Fjorde verstehen auf viele verschiedene Arten zu verzaubern, sei es die wilde, ursprüngliche Natur mit ihren eigenen Gesetzen, oder die Menschen, die gelernt haben an diesem häufig unwirtlichen Ort eine Heimat zu finden und Teil dieser Natur zu werden. Eine Kreuzfahrt macht es möglich, diesen Zauber in all seinen Facetten kennenzulernen.